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HomeMaster MiniPLC: ESP32-DIN-Controller für Home Assistant einrichten, konfigurieren und bewerten

Der HomeMaster MiniPLC bringt ESP32, ESPHome und sechs Relais in ein DIN-Schienen-Gehäuse. Einrichtung, RTD- und Modbus-Konfiguration sowie die Grenzen im Überblick.

Der HomeMaster MiniPLC ist ein ESP32-Controller im DIN-Schienen-Gehäuse, der mit vorinstalliertem ESPHome direkt in Home Assistant auftaucht. Das Besondere gegenüber einer Shelly- oder Sonoff-Klemme: sechs Relais, vier isolierte 24-V-Digitaleingänge, 0–10-V-Analogein- und -ausgänge, PT100/PT1000-Temperaturfühler und ein RS-485-Modbus-Port stecken in einem Gerät, das in einen normalen Verteilerkasten gehört. Dieser Artikel beschreibt, was der Controller laut Hersteller und offizieller ESPHome-Dokumentation kann, wie du ihn einrichtest, wo seine Grenzen liegen und wann er sich gegenüber günstigeren Alternativen lohnt.

Titelbild: Bildquelle: HomeMaster MiniPLC – ESP32 DIN-Rail PLC, Modbus, Ethernet, ESPHome

Zur Einordnung: Der Text beruht auf Herstellerangaben, dem offiziellen ESPHome-Geräteregister und zwei News-Berichten, nicht auf einem eigenen Langzeittest. Wo eine Zahl nur vom Hersteller stammt und unabhängig nicht nachgeprüft ist, ist das im Text erkennbar.

Kurzantwort

Der MiniPLC lohnt sich, wenn du in Home Assistant kabelgebundene 230-V-Verbraucher bis 3 A schalten, analoge 0–10-V-Sensoren oder Stellglieder anbinden, PT100/PT1000-Temperaturfühler anschließen oder einen RS-485-Modbus-Bus betreiben willst, und wenn die Steuerlogik auch bei ausgefallener Zentrale weiterlaufen soll 2, 4. Er lohnt sich nicht, wenn du vor allem funkbasierte Aktoren und Sensoren einbindest: Dafür ist eine Shelly Plus 1 oder ein Zigbee-USB-Stick günstiger und einfacher. Die Einrichtung läuft über Improv-WLAN, ein 15-Minuten-Provisionsfenster und „Take control“ im ESPHome-Dashboard; den dabei erzeugten Verschlüsselungsschlüssel musst du sichern 1, 4.

Was der MiniPLC ist

Der MiniPLC ist der größte Controller einer Modulreihe des rumänischen Herstellers ISYSTEMS AUTOMATION S.R.L., der unter dem Markennamen HomeMaster auftritt 2, 4. Kern ist ein ESP32-WROOM-32U-Modul mit 16 MB Flash und externer SMA-Antenne; die CPU ist der bekannte Dual-Core-Xtensa mit 240 MHz 2, 3. Die Hardware-Designs sind unter CERN-OHL-W v2 veröffentlicht, Firmware und ESPHome-Konfiguration unter MIT 2, 4. Schaltpläne, Datenblatt, Bedienungsanleitung und eine unterzeichnete EU-Konformitätserklärung liegen im GitHub-Repository 2, 4.

Der Funktionsumfang, den Hersteller und ESPHome-Register übereinstimmend angeben 1, 3, 4:

  • 6 Schaltrelais (SPDT, HF115F/005) mit NO/NC/COM-Klemmen; Systemlimit 3 A bei 250 V AC pro Kanal.
  • 4 isolierte 24-V-Digitaleingänge, potenzialfrei (ISO1212-Frontend, IEC 61131-2), mit PTC-Sicherung und TVS-Schutz.
  • 4 Analogeingänge 0–10 V, 16 Bit (ADS1115), und 1 Analogausgang 0–10 V, 12 Bit (MCP4725).
  • 2 RTD-Kanäle für PT100/PT1000 (MAX31865) und 2 1-Wire-Busse für DS18B20.
  • 1 RS-485-Port als Modbus-RTU-Master (MAX485, nicht galvanisch getrennt).
  • 128×64-OLED (SH1106), 4 Fronttasten, 12 LEDs, Summer, RTC (PCF8563), microSD-Slot, optionaler 10/100-Mbit-Ethernet-Port (LAN8720).

Im Lieferumfang sind der Controller, eine externe WLAN-Antenne sowie Bedienungsanleitung und Datenblatt 2. Die RTC-Uhr (PCF8563) funktioniert nur mit eingelegter Knopfzelle über einen Stromausfall hinweg; ausgeliefert wird sie ohne Batterie, und die Uhrzeit synchronisiert sich im Betrieb ohnehin über Home Assistant 4.

Die Versorgung erfolgt wahlweise über 24 V DC oder 85–265 V AC, aber nur über einen der beiden Eingänge gleichzeitig 1, 2, 4. Bei 24 V DC nennt der Hersteller etwa 150 mA typisch, also rund 3,6 W 2, 4. Das Gehäuse misst 157,4 × 91 × 58,4 mm, belegt 9 Teilungseinheiten, wiegt 300 g und ist IP20 – es gehört also in einen geschlossenen Schaltschrank, nicht an die Wand 2, 4.

home assistant smarthome automatisierung – Illustration 2

Bildquelle: HomeMaster MiniPLC – ESP32 DIN-Rail PLC, Modbus, Ethernet, ESPHome

Worin sich das Konzept von einem Funk-Aktor unterscheidet

Der funktionale Unterschied zu einer Shelly- oder Sonoff-Klemme liegt nicht nur in der Klemmenzahl. Zwei Eigenschaften trennen den MiniPLC von typischen Smarthome-Aktoren.

Erstens ist ESPHome vorinstalliert, und die Geräte sprechen über die native ESPHome-API direkt mit Home Assistant – ohne MQTT-Broker, ohne manuell zugeordnete Modbus-Register für die Bord-Einheiten 2, 4. Die Open Home Foundation führt das Gerät im offiziellen ESPHome-Register mit dem Label „Made for ESPHome“ 3, 5. Das bedeutet in der Praxis, dass es nach der WLAN-Einrichtung als fertiges Gerät mit Entitäten auftaucht, statt dass du jede Schaltgröße einzeln anlegen musst.

Zweitens läuft die Logik auf dem Controller, nicht auf dem Server. Der Hersteller formuliert es so: Der Controller denkt, Home Assistant visualisiert 4. Kritische Automatisierungen wie eine Leckage-Abschaltung oder ein Schaltbefehl funktionieren weiter, wenn WLAN oder Home Assistant ausfallen; Home Assistant liefert dann Dashboards und Historie, wenn es wieder erreichbar ist 2, 4. Das ist ein anderer Ausfallmodus als bei einem reinen Cloud- oder Broker-abhängigen Aktor.

Das Verhalten ist im Detail dokumentiert: Bei Verlust von WLAN oder Home-Assistant-Verbindung hält das Gerät den letzten Relaiszustand, liest seine Eingänge weiter und pollt den Modbus-Bus weiter. Erst ein echter Neustart setzt alle Relais auf OFF zurück 4. Für die Planung heißt das: Der Controller überbrückt Netz- und Serverausfälle, aber ein Stromausfall mit anschließendem Wiedereinschalten bringt alle Ausgänge zunächst in den sicheren Aus-Zustand, bevor deine Automatisierung sie neu setzt.

Diese beiden Punkte sind auch die ehrliche Messlatte: Der MiniPLC ist dann sinnvoll, wenn du diese lokale, serverunabhängige Steuerlogik tatsächlich nutzt. Wer nur Zustände in Home Assistant spiegeln will, bezahlt dafür Funktion, die er nicht abruft.

Die Grenzen, bevor du kaufst

Der Hersteller dokumentiert die Einschränkungen selbst, und sie sind für die Kaufentscheidung wichtiger als die Features.

Die Relais sind der wichtigste Punkt. Das verbaute Relais-Bauteil ist für bis zu 16 A bei 250 V AC (ohmsche Last) spezifiziert, aber das Board-Systemlimit liegt bei 3 A pro Kanal – darüber drohen Überhitzung und Schaden 2, 4. Lasten über 3 A oder mit hohem Einschaltstrom (Motoren, große Netzteile, Schütze) müssen über ein externes Schütz geschaltet werden; das MiniPLC-Relais steuert dann nur dessen Spule. Die Relaisausgänge sind außerdem nicht intern abgesichert, jeder Kanal braucht eine externe Sicherung von höchstens 3 A 2, 4. Nach einem Neustart fallen alle Relais in den Zustand OFF zurück – das muss für deine Installation sicher sein 4.

Der Temperaturbereich ist mit 0 bis 40 °C eng und setzt einen beheizten Innen-Schaltschrank voraus; ungeheizte Garagen oder Außenaufstellungen sind ausgeschlossen 2, 4. Die RS-485-Schnittstelle ist nicht galvanisch getrennt; die verbauten TVS-Dioden und PTCs sind Überspannungsschutz, keine Isolation. Wo der Bus eine Installation mit eigenem Erdungsbezug kreuzt, verlangt der Hersteller einen externen RS-485-Isolator 2, 4.

Zwei Einschränkungen betreffen die Firmware direkt. Die RTD-Eingänge teilen sich die GPIOs 1 und 3 mit der USB-Serialschnittstelle; wer RTD aktiviert, verliert den seriellen Logger und die serielle Improv-Einrichtung, Updates laufen dann nur noch über OTA 1, 4. Und Ethernet schließt WLAN aus: ESPHome erlaubt nicht beides gleichzeitig, der Wechsel auf Ethernet ersetzt die WLAN-Konfiguration 1, 3, 4.

Vertrieblich ist das Gerät eng begrenzt. Der Hersteller verkauft es im eigenen EU-Shop für 278,30 € inklusive Mehrwertsteuer 2. Der News-Bericht von CNX Software nennt 324 US-Dollar über Tindie, mit Versand derzeit nur innerhalb der EU 1. Käufer außerhalb der EU kommen über die genannten Kanäle nicht direkt an das Gerät.

Einrichtung Schritt für Schritt

Die Inbetriebnahme ab Firmware 1.1.0 folgt einem festen Ablauf mit zwei Stufen: erst ins WLAN, dann „adoptieren“ 4.

  1. Montieren und versorgen. Das Gerät auf die 35-mm-Hutschiene setzen und genau eine Spannungsquelle anschließen – entweder 24 V DC an V+/0V oder Netzspannung an L/N, niemals beides 2, 4. Vor der 24-V-Versorgung gehört laut Hersteller eine externe T0,5-A-Sicherung oder ein 0,5-A-Automat davor 2.

  2. WLAN per Improv einrichten. Bei eingeschaltetem Gerät in Chrome oder Edge die Seite improv-wifi.com öffnen, „Connect device“ wählen und per Bluetooth LE oder USB-Serial verbinden, dann SSID und Passwort eingeben 3, 4. Bluetooth braucht keinen Treiber; bei USB-Serial meldet sich der CP2102N unter Linux als /dev/ttyUSB0, und der Benutzer muss der Gruppe „dialout“ angehören 4.

  3. Das 15-Minuten-Fenster nutzen. Nach dem Einschalten nimmt das Gerät 15 Minuten lang die Erstkonfiguration an. Danach werden neue API-Clients abgewiesen und BLE-Improv nimmt keine Zugangsdaten mehr an. Ein Aus- und Einschalten öffnet das Fenster erneut 1, 4.

  4. Übernehmen. Das Gerät erscheint im ESPHome Device Builder als homemaster-miniplc-. „Take control“ importiert die vollständige Konfiguration aus dem GitHub-Repository und erzeugt für dieses Gerät einen individuellen API-Verschlüsselungsschlüssel und ein OTA-Passwort 3, 4.

  5. Schlüssel sichern. Der Schlüssel wird pro Gerät erzeugt und nicht mitgeliefert. Du brauchst ihn, um das Gerät später an eine andere Home-Assistant-Instanz zu übergeben; abrufbar ist er unter Geräteinfo → Show encryption key 4.

Danach erscheint das Gerät in Home Assistant unter Einstellungen → Geräte & Dienste → ESPHome 4. Netzwerkseitig müssen Gerät und Home Assistant im selben Subnetz liegen, mDNS muss funktionieren und TCP-Port 6053 darf nicht geblockt sein 4.

Zwei Punkte zum Übernehmen: Nach „Take control“ funktionieren die vom Hersteller verwalteten OTA-Updates nur weiter, wenn du die Blöcke http_request, ota mit platform http_request und update aus der Originalkonfiguration behältst. Entfernst du sie, aktualisierst du nur noch per ESPHome-OTA oder USB 4. Außerdem überschreibt import_full_config: true im dashboard_import-Block bei jedem Import deine lokalen YAML-Änderungen; nach dem ersten erfolgreichen Import solltest du den Wert auf false setzen oder den Block entfernen 4. Die Mindest-ESPHome-Version für Firmware 1.1.0 ist 2026.7.0 4.

Konfiguration der optionalen Bausteine

Ein Teil der Hardware ist in der Werkseinstellung deaktiviert und wird erst per YAML aktiv. Das gilt für RTD, 1-Wire, microSD und Ethernet 4.

RTD aktivieren. Die MAX31865-Kanäle sind werkseitig aus, weil ihre Chip-Select-Leitungen auf GPIO1/GPIO3 liegen, den UART0-Pins des USB-Serielloggers. Zum Aktivieren setzt du den Logger auf baud_rate 0, entfernst den improv_serial-Block und fügst den SPI-Bus mit den Sensoren hinzu 4:

logger:
  baud_rate: 0

spi:
  miso_pin: GPIO12
  mosi_pin: GPIO13
  clk_pin: GPIO14

sensor:
  - platform: max31865
    id: rtd_1
    name: "RTD Temperature 1"
    cs_pin: GPIO1
    reference_resistance: 400 Ω
    rtd_nominal_resistance: 100 Ω
    wires: 2
    update_interval: 60s

Sensorart und Verdrahtungsart werden zusätzlich per DIP-Schalter auf der Platine gewählt (PT100 vs. PT1000, 2/3/4-Leiter). Beide Einstellungen – DIP-Schalter und YAML – müssen übereinstimmen; ein PT100/PT1000-Versatz ist laut Hersteller die häufigste Fehlerquelle 4. Nach dem Aktivieren von RTD ist nur noch OTA-Flashing möglich, kein serieller Logger mehr 1, 4.

1-Wire aktivieren. Die beiden Busse (GPIO5 und GPIO4) sind im Werks-YAML vordeklariert, es werden aber keine DS18B20 gelesen, bis du einen dallas_temp-Sensor anlegst 4. Bei mehreren Sensoren an einem Bus setzt du explizite address-Werte; die erkannten Adressen stehen im Boot-Log. Die Werkseinstellung pinnt keine Adresse, ESPHome liest sonst den erstgefundenen Sensor, und die Zuordnung kann über Neustarts wechseln 4.

Ethernet aktivieren. Der LAN8720-Port ist werkseitig nicht aktiv. Zum Umschalten ergänzt du den ethernet-Block und entfernst wifi-, improv_serial-, esp32_improv- sowie die WLAN-Sensoren. Ethernet ersetzt WLAN, weil ESPHome beides nicht gleichzeitig erlaubt 3, 4:

ethernet:
  type: LAN8720
  id: eth_phy
  mdc_pin: GPIO23
  mdio_pin: GPIO18
  clk_mode: GPIO0_OUT
  phy_addr: 1

Modbus-Erweiterungsmodule. Der MiniPLC ist Modbus-RTU-Master auf dem RS-485-Bus. Zusätzliche HomeMaster-Module wie DIO-430-R1 (Relais/DI), ENM-223-R1 (Drehstrom-Energiezähler) oder AIO-422-R1 (Analog/RTD) werden über ESPHome-packages eingebunden; das Modul erhält per USB-WebConfig eine Modbus-Adresse, die mit der Adresse im Controller-Paket übereinstimmen muss 4. Module werden nicht automatisch erkannt – sie sind Modbus-Geräte, die der Controller als Master anspricht und für Home Assistant sichtbar macht 4.

Eine Falle betrifft ESPHome ab 2026.7.0: Mit dem dort überarbeiteten Modbus-Parser wurden die Standardwerte erhöht – send_wait_time von 250 ms auf 2000 ms und turnaround_time von 100 ms auf 600 ms 6. Dadurch sinkt der Busdurchsatz spürbar. Wer das bisherige Timing beibehalten will, setzt die Werte in der Modbus-Konfiguration explizit:

modbus:
  id: modbus_bus
  uart_id: uart_modbus
  turnaround_time: 100ms
  send_wait_time: 250ms

Entscheidungskriterien: MiniPLC oder Alternative

Die Frage lässt sich auf zwei Achsen reduzieren: Was schaltest du, und wie viel muss ohne Server laufen?

Für einfache WLAN-Schaltvorgänge ist eine Shelly Plus 1 oder ein Sonoff BASICR2 günstiger und schneller eingerichtet; der MiniPLC bringt dafür keinen Vorteil. Für Batteriesensoren und funkbasierte Aktoren wiederum ist ein Zigbee-Koordinator mit Geräten wie Aqara-Sensoren der passendere Weg, weil er auf eine andere Funkebene zielt.

Der MiniPLC ist dann die bessere Wahl, wenn mindestens eines zutrifft:

  • Du schaltest mehrere 230-V-Verbraucher im Verteiler zentral und willst sie an einem Ort, kabelgebunden statt über mehrere Einzelaktoren.
  • Du brauchst analoge 0–10-V-Ein- oder -Ausgänge, etwa für Stellsignale an Lüftungs- oder Pumpenregler, oder PT100/PT1000-Fühler für Prozess- und Heizungstemperaturen.
  • Du betreibst oder planst einen RS-485-Modbus-Bus und willst die Erweiterung über ein einziges System statt über Adapter und Protokollbrücken.
  • Du willst, dass bestimmte Automatisierungen bei WLAN- oder Serverausfall weiterlaufen, weil die Logik auf dem Controller liegt 2, 4.

Gegen den MiniPLC spricht, wenn du bereits einen ESPHome-Workflow mit günstigen ESP32-Boards und Relaismodulen fährst und die DIN-Form, die fertige Klemmleiste und die Zertifizierung dir nichts wert sind. Wer einen Raspberry Pi mit GPIO-Erweiterung im Schrank liegen hat, kann die gleiche Steuerlogik in ESPHome abbilden, zahlt aber mit Eigenbau-Aufwand und ohne das geprüfte Gehäuse. Der kleinere HomeMaster MicroPLC deckt einen Teil der Aufgaben günstiger ab, hat aber weniger Bord-I/O und kein Ethernet 2, 4.

Fehlerbehebung: die häufigsten Fälle

Die Herstellerdokumentation listet für typische Symptome konkrete Prüfschritte; hier die wichtigsten in Kurzform 4:

  • Gerät erscheint nicht: PWR-LED an? Status-LED U.3 blinkt langsam (Warnung, auch „kein API-Client“)? Gleiches Subnetz wie Home Assistant? Innerhalb des 15-Minuten-Fensters? Bei Bedarf aus- und einschalten, um das Fenster neu zu öffnen.
  • Digitaleingang reagiert nicht: Potenzialfreien Kontakt zwischen DI-Klemme und deren GND-Rückleiter verdrahten, keine externe Spannung einspeisen; Invertierung und Debounce im YAML prüfen.
  • Relais schaltet nicht: Externe Sicherung am Lastkreis prüfen; bedenken, dass die Relais potenzialfreie Kontakte sind und die Last ihre eigene Versorgung braucht.
  • Analogeingang liest 0 V: Sensor-0V mit AI-GND verbinden; prüfen, ob der Sensor wirklich 0–10 V ausgibt statt 4–20 mA – Stromschleifensensoren brauchen einen 250-Ω-Widerstand oder ein passendes Modul.
  • RTD zeigt NaN oder konstant −242 °C: DIP-Schalter und YAML auf PT100/PT1000- und Leiterzahl-Konsistenz prüfen.
  • Modbus-Slave antwortet nicht: Adresse aus der WebConfig gegen das Controller-Paket prüfen, A/B nicht kreuzen, COM zwischen allen Knoten verbinden, auf [modbus]-Timeouts im Log achten.

Fazit

Der HomeMaster MiniPLC ist ein ernsthaft dokumentiertes, CE-gekennzeichnetes Gerät, das die Lücke zwischen einfachen Smarthome-Aktoren und einer klassischen SPS füllt: ESPHome-Bedienbarkeit, aber in einem Verteilergehäuse mit echter Klemmleiste, 0–10-V-Analogik, RTD und Modbus. Die offene Hardware und die Veröffentlichung von Schaltplan und Konformitätserklärung sind für diese Geräteklasse nicht selbstverständlich 2, 4.

Die Kaufentscheidung hängt an zwei ehrlichen Bedingungen. Erstens an den 3-A-Relais: Wer mehr schalten will, braucht ohnehin Schütze, und wer nur kleine Funklasten steuert, ist mit Einzelaktoren günstiger bedient. Zweitens an der Bereitschaft, YAML anzufassen: Die interessanten Bausteine – RTD, 1-Wire, Ethernet, Modbus-Module – sind werkseitig deaktiviert und verlangen Konfiguration. Wer beides mitbringt, bekommt für 278,30 € inklusive Mehrwertsteuer einen Controller, der die Steuerlogik lokal hält und auch ohne Home Assistant weiterarbeitet 2, 4. Wer das nicht braucht, sollte das Geld in günstigere, besser passende Komponenten stecken.

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home assistant smarthome automatisierung – Illustration 3

Bildquelle: HomeMaster MiniPLC – ESP32 DIN-Rail PLC, Modbus, Ethernet, ESPHome

Weiterführende Artikel

Häufige Fragen

Was beantwortet dieser Beitrag zu HomeMaster MiniPLC: ESP32-DIN-Controller für Home Assistant einrichten, konfigurieren und bewerten?

Er ordnet die genannten Quellen ein und übersetzt sie in Prüfpunkte für die eigene Entscheidung. Er ersetzt keine individuelle Planung, Beratung oder Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Welche Angaben sollte ich vor einer Entscheidung selbst prüfen?

Entscheidend sind die eigenen Verbrauchs- und Nutzungsdaten, Kosten, technische Voraussetzungen und die aktuell geltenden Regeln. Die Quellen am Ende zeigen, welche Aussagen aus der Meldung stammen und wo die Grenzen der Einordnung liegen.

Sind die genannten Zahlen auf jeden Haushalt übertragbar?

Nein. Umfrage- und Marktwerte beschreiben Gruppen oder Zeitpunkte. Ob eine Maßnahme im Einzelfall passt, hängt von den konkreten Voraussetzungen vor Ort ab.

Transparenzhinweis

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und automatisiert auf Quellen, Fakten und Qualitätskriterien geprüft.

Quellen

[1] HomeMaster MiniPLC – An ESP32 DIN-rail PLC controller for Home Assistant (CNX Software, 26. August 2026)

[2] HomeMaster MiniPLC – ESP32 DIN-Rail PLC, Modbus, Ethernet, ESPHome (Produktseite des Herstellers, abgerufen August 2026)

[3] Homemaster-MiniPLC (offizielles ESPHome-Geräteregister)

[4] isystemsautomation/homemaster-dev – MiniPLC (GitHub-Repository des Herstellers, README und Konfiguration)

[5] HomeMaster MiniPLC Automates Home Assistant (Open Source For You, 27. August 2026)

[6] ESPHome 2026.7.0 – Changelog (offizielle ESPHome-Versionshinweise; Änderung der Modbus-Standardwerte)

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