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Marktübersicht: 31 Energiemanagement-Systeme für Gewerbe und Industrie

Was die neue pv-magazine-Übersicht über 31 Energiemanagement-Systeme für Gewerbe und Industrie zeigt: Funktionen, Auswahlkriterien und der Behind-the-Meter-Trend.

Gewerbe und Industrie werden für Photovoltaik und Batteriespeicher zunehmend interessant, und mit ihnen die Software, die Erzeugung, Speicher und Verbrauch koordiniert. pv magazine hat deshalb im August 2026 erstmals eine Marktübersicht mit 31 Energiemanagement-Systemen (EMS) für dieses Segment veröffentlicht 1. Für Sie als Betreiber eines Gewerbebetriebs oder als Installationsbetrieb ist das der Anlass für eine Entscheidung: Welches System passt zu Ihrem Betrieb, und woran erkennen Sie das, ohne sich in Marketing zu verlieren?

Dieser Artikel beantwortet das in drei Schritten. Erstens trennt er die zwei Bedeutungen, die hinter dem Kürzel EMS stecken, denn die sind im Gewerbe anders geladen als im Eigenheim. Zweitens nennt er konkrete Kriterien, nach denen Sie die 31 Systeme filtern können. Drittens ordnet er den Trend ein, den pv magazine als nächsten großen Schritt nennt: die Vermarktung von Behind-the-Meter-Flexibilität 1.

Die wichtigste Einschränkung vorweg: Die vollständige Tabelle mit den 31 Systemen liegt hinter der Bezahlschranke von pv+ und ist für diesen Artikel nicht frei zugänglich. Frei verfügbar sind die Zusammenfassung und der Teaser der Redaktion 1. Was hier steht, ist deshalb eine Einordnung dessen, was pv magazine veröffentlicht hat, ergänzt um belastbare Quellen zu den Grundlagen. Es ersetzt nicht das Abonnement, wenn Sie die vollständige Vergleichstabelle selbst brauchen.

Kurzantwort

Was die neue pv-magazine-Übersicht über 31 Energiemanagement-Systeme für Gewerbe und Industrie zeigt: Funktionen, Auswahlkriterien und der Behind-the-Meter-Trend. Kurz gesagt: photovoltaik praxis ist vor allem dann relevant, wenn du schnell verstehen willst, was konkret dahinter steckt, welche Grenzen es gibt und welche Entscheidung daraus folgt. Die Details, Quellen und Einschränkungen stehen in den folgenden Abschnitten.

Zwei Bedeutungen von EMS

Bevor Sie überhaupt ein System vergleichen, müssen Sie klären, welches EMS Sie meinen. Das Kürzel steht für zwei verschiedene Dinge, und die Verwechslung kostet im Gewerbe reales Geld.

Die erste Bedeutung ist die technische. Ein Energiemanagementsystem ist danach ein System, das über eine zentrale Recheneinheit, den Customer Energy Manager, lokale Verbraucher und Erzeuger steuert, die als Resource Manager bezeichnet werden. Es verwaltet die lokalen Lasten auf Basis von Verbrauchs- und Erzeugungsdaten, Vertragsbeschränkungen oder Anreizen 2. Das ist die Software, die bei einer PV-Anlage mit Speicher dafür sorgt, dass der Eigenverbrauch hoch bleibt, die Batterie zur richtigen Zeit lädt und Lastspitzen gekappt werden.

Die zweite Bedeutung ist die institutionelle. Hier bezeichnet Energiemanagementsystem einen organisatorischen Rahmen nach ISO 50001, also einen kontinuierlichen Prozess aus Erfassung der Energieströme, Zielen, Aktionsplänen und Kennzahlen, nicht eine Steuerungssoftware 2, 3. Das Umweltbundesamt beschreibt diesen Rahmen als Instrument, mit dem Unternehmen Energieeinsparpotenziale identifizieren und heben: erst Energieströme erfassen und analysieren, dann Verbesserungen auf Wirtschaftlichkeit bewerten und umsetzen 3.

Beide heißen EMS, beide haben unterschiedliche Zwecke, Preise und Zertifizierungswege. Ein Betrieb kann eine ausgefeilte technische Steuerung betreiben und trotzdem kein zertifiziertes EnMS nach ISO 50001 haben. Umgekehrt erfüllt ein ISO-50001-Zertifikat keine technische Regelung der PV-Anlage. Die pv-magazine-Übersicht meint die technische Variante 1; die Pflichten, die viele Betriebe treffen, liegen aber auf der institutionellen Seite.

Welche Pflichten Sie kennen sollten

Die institutionelle Seite ist für viele Gewerbebetriebe keine freiwillige Übung, sondern gesetzlich vorgegeben. Das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) verpflichtet Unternehmen, die kein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) sind, alle vier Jahre ein Energieaudit nach DIN EN 16247 durchzuführen oder alternativ ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 einzuführen 2, 6. Großunternehmen im Sinne dieser EU-Definition sind Betriebe mit mehr als 250 Beschäftigten und zugleich einem Jahresumsatz über 50 Millionen Euro oder einer Bilanzsumme über 43 Millionen Euro 6. Es müssen also beide Merkmalsgruppen erfüllt sein: die Beschäftigtenzahl und eine der beiden Finanzgrößen. Wer diese Schwelle überschreitet, braucht entweder ein Audit oder ein zertifiziertes System.

Die ISO 50001 definiert die Anforderungen an ein solches Energiemanagementsystem und gilt seit 2011 als anerkannter Standard über Branchen und Unternehmensgrößen hinweg 3. Für kleinere Unternehmen, die unter der EDL-G-Schwelle liegen, aber trotzdem strukturiert einsteigen wollen, gibt es seit September 2021 die ISO 50005. Sie ist ein stufenweises Verfahren mit mehreren Anforderungsleveln, an die ISO 50001 angelehnt und als Grundlage für eine spätere Zertifizierung gedacht 3.

Für Ihre Auswahlentscheidung heißt das: Klären Sie zuerst, ob Sie die EDL-G-Schwelle treffen. Wenn ja, ist die Frage nach einem zertifizierten EnMS von der Frage nach der technischen Steuerungssoftware getrennt zu beantworten. Ein technisches EMS aus der pv-magazine-Übersicht ersetzt kein ISO-50001-Zertifikat, und ein Zertifikat ersetzt keine Regelungstechnik.

photovoltaik praxis – Illustration 2

Was ein technisches EMS im Gewerbebetrieb leisten muss

Das Gewerbesegment ist deutlich heterogener als das der Einfamilienhausbesitzer. pv magazine ordnet es von kleineren Betrieben mit etwa 30 bis 100 Megawattstunden Jahresstromverbrauch über Autohäuser mit bis zu 250 Megawattstunden Strombedarf bis hin zu größeren Bäckereien, Logistikzentren und produzierendem Gewerbe ein. Die Batterien reichen dabei vom dreistelligen Kilowattstundenbereich bis ins Multimegawattsegment 1. Entsprechend unterschiedlich sind die Anforderungen an die Steuerung.

Kernfunktion bleibt in allen Größen die gleiche: Eine zentrale Einheit steuert die lokalen Verbraucher und Erzeuger anhand der gemessenen Lasten 2. Im Gewerbebetrieb konkretisiert sich das in drei Aufgaben. Erstens Eigenverbrauchsoptimierung: Der selbst erzeugte Solarstrom soll möglichst im Betrieb bleiben, statt günstig eingespeist und teuer zurückgekauft zu werden. Zweitens Lastspitzenkappung: Das System soll verhindern, dass einzelne Verbraucher die Bezugsleistung in teure Spitzen treiben. Drittens zeitliche Verschiebung: Die Batterie nimmt Strom auf, wenn er günstig oder reichlich vorhanden ist, und gibt ihn ab, wenn der Verbrauch oder der Preis hoch ist.

Dass diese dritte Funktion im Gewerbe konkret angekommen ist, zeigt das Beispiel, das pv magazine seiner Übersicht voranstellt: Eine Gewerbeanlage auf dem Firmengebäude des Speicherherstellers Fenecon handelt ihren Solarstrom nicht nur am Spotmarkt, sondern nutzt die Batterie zur zeitlichen Verschiebung. pv magazine beschreibt das als Modell, das künftig öfter kommt und das schon etliche Energiemanagementsysteme abbilden 1.

Ein zweites Auswahlmerkmal ist die Offenheit des Systems. Fenecon bewirbt seine Speicher als offene Lösungen, bei denen sich dynamischer Tarif oder Stromanbieter wechseln, Wallboxen ergänzen und die PV-Anlage erweitern lassen 4. Das ist eine Herstelleraussage und kein neutraler Vergleich, aber sie markiert die richtige Prüffrage: Kann das System mit Geräten anderer Hersteller reden, oder bindet es Sie an ein geschlossenes Ökosystem? Im Gewerbe, wo Anlagen über Jahre wachsen und nachgerüstet werden, entscheidet diese Frage über die Lebensdauer der Investition.

Auch die Produktsegmentierung der Anbieter ist ein brauchbarer Filter. Fenecon etwa trennt Gewerbespeicher der Commercial-Serie in den Größen 50, 92 und 100 Kilowattstunden von Industriespeichern der Industrial-Serie, die in die Klassen S, M, L und XL gestaffelt sind 4. Ein System, das nur bis in den niedrigen dreistelligen Kilowattstundenbereich skaliert, passt nicht zu einem Logistikzentrum mit Multimegawatt-Batterie. Die passende Leistungs- und Kapazitätsklasse ist deshalb vor jeder Detailbewertung zu klären.

Messen vor Steuern

Ein Energiemanagementsystem kann nur steuern, was es misst. Die technische Definition setzt das voraus: Der Customer Energy Manager verwaltet die lokalen Lasten auf Grundlage von Messdaten, Vertragsbeschränkungen oder Anreizen 2. Wer die Verbraucher eines Betriebs nicht einzeln erfasst, kann sie auch nicht gezielt ansteuern.

Daraus folgt eine Reihenfolge, die bei der Auswahl oft übersprungen wird: erst das Messkonzept, dann die Steuerung. Klären Sie, welche Lasten überhaupt gemessen und geschaltet werden sollen, wo die Messpunkte liegen und in welcher Auflösung die Werte vorliegen. Für die reine Eigenverbrauchsoptimierung reicht eine grobe Bilanzmessung am Netzanschluss. Für Lastspitzenkappung müssen die großen Verbraucher einzeln messbar und abschaltbar sein. Für die Vermarktung von Flexibilität braucht das System zusätzlich externe Signale, etwa Marktpreise, und muss nachweisen können, wann es welche Last verschoben hat 1. Das Messkonzept entscheidet damit, welche der drei Aufgaben ein System später tatsächlich erfüllen kann, und lässt sich nachträglich nur mit Aufwand ändern.

Die Perspektive der Installationsbetriebe

pv magazine benennt einen Unterschied, der in Datenblättern nie vorkommt: Die vorgestellten Lösungen unterscheiden sich darin, wie gut Installationsbetriebe sie in ihr Geschäftsmodell integrieren können 1. Für die Kaufentscheidung ist das relevanter, als es klingt. Ein System, das schwer zu konfigurieren ist, keine Fernwartung erlaubt oder den Installateur vom laufenden Betrieb ausschließt, verursacht dauerhaft Betreuungsaufwand. Ein System, das dem Handwerksbetrieb dagegen wiederkehrende Leistungen ermöglicht, etwa Betriebsführung, Wartung oder die spätere Flexibilitätsvermarktung, landet eher im Standardsortiment und wird damit auch für den Betreiber verlässlicher betreut.

Wer als Betreiber einkauft, sollte deshalb nicht nur das Produkt bewerten, sondern auch die Antwort auf eine Frage: Wer darf das System nach der Installation bedienen, und was verdient der Installateur am laufenden Betrieb? Ein System, auf das nur der Hersteller zugreifen kann, bindet den Betrieb an einen Anbieter und macht den Installateur zum reinen Auslieferer.

Entscheidungskriterien für die Auswahl

Aus den veröffentlichten Angaben lassen sich die Prüfschritte ableiten, die vor dem Vergleich der 31 Systeme stehen. Die Reihenfolge entspricht dem Aufwand: erst die Rahmenbedingungen, dann die technischen Details.

  1. Verbrauch und Lastprofil erheben. Notieren Sie Jahresstromverbrauch und die höchsten Lastspitzen. pv magazine ordnet das Segment von kleineren Betrieben mit 30 bis 100 Megawattstunden bis zu Autohäusern mit bis zu 250 Megawattstunden ein 1. Diese Zahl entscheidet, welche Leistungsklasse Sie überhaupt ansehen müssen.

  2. Batteriegröße einordnen. Liegt Ihr Speicher im dreistelligen Kilowattstundenbereich oder im Multimegawattsegment 1? Die Antwort grenzt die Kandidatenliste stark ein.

  3. EMS-Typ festlegen. Brauchen Sie ein technisches Steuerungssystem für PV, Speicher und Lasten, ein institutionelles EnMS nach ISO 50001 oder beides? Beide haben unterschiedliche Zwecke 2, 3.

  4. Rechtliche Pflicht prüfen. Liegt Ihr Unternehmen über 250 Beschäftigten und zugleich über 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder 43 Millionen Euro Bilanzsumme, greift die Pflicht zu Energieaudit oder zertifiziertem EnMS 2, 6. Klären Sie das, bevor Sie in Technik investieren.

  5. Schnittstellen und Offenheit prüfen. Kann das System Geräte anderer Hersteller einbinden, Wallboxen ergänzen und den Stromanbieter wechseln, oder ist es ein geschlossenes System 4? Verlangen Sie die Liste der unterstützten Geräte und Protokolle, nicht nur die Marketingaussage.

  6. Integrierbarkeit ins eigene Geschäftsmodell bewerten. pv magazine hebt als Unterschied zwischen den Lösungen ausdrücklich hervor, wie gut Installationsbetriebe sie in ihr Geschäftsmodell integrieren können 1. Prüfen Sie dazu Einarbeitungsaufwand, Fernwartung, Abrechnungsmodelle und ob der Hersteller Sie als Partner oder als reinen Abnehmer behandelt.

  7. Vermarktungsfähigkeit einplanen. Wenn Behind-the-Meter-Flexibilität der nächste große Trend ist 1, sollte das System heute schon die Daten liefern, die für eine spätere Vermarktung nötig sind: hochaufgelöste Messwerte, Prognosen und eine Schnittstelle zu Vermarktern. Ein System, das nur den Eigenverbrauch regelt, lässt sich nachträglich nur schwer dafür nachrüsten.

Behind-the-Meter-Flexibilität: der nächste Trend

Hinter dem englischen Begriff steckt wörtlich die Flexibilität hinter dem Zählpunkt, also auf der Seite des Anschlusses, auf der der Betrieb selbst entscheidet. pv magazine nennt die Vermarktung dieser Flexibilität den nächsten großen Trend im Segment 1. Gemeint ist damit nicht die klassische Einspeisung ins Netz, sondern die Fähigkeit eines Betriebs, seine eigene Batterie und seine steuerbaren Lasten so einzusetzen, dass sie wertvoller werden, als der bloße Eigenverbrauch es wäre.

Das Fenecon-Beispiel aus der Übersicht macht das greifbar: Der Betrieb handelt seinen Solarstrom am Spotmarkt und verschiebt gleichzeitig mit der Batterie Strom zeitlich 1. Aus einer Anlage, die früher nur eingespeist hat, wird so eine Ressource, die auf Preissignale reagiert. Das ist eine andere Betriebslogik als die reine Eigenverbrauchsmaximierung, und sie verlangt vom Energiemanagementsystem Prognosen, Marktpreissignale und schnelle Steuerungsentscheidungen.

Der Marktkontext dafür ist in Deutschland vorhanden. Wer Strom aus erneuerbaren Energien direkt vermarktet, verkauft die eingespeiste Menge in der Regel über das Marktprämienmodell an der Strombörse, etwa am Spotmarkt der EEX, wo sie gleichberechtigt neben konventionell erzeugtem Strom zum selben Marktpreis gehandelt wird 5. Die Direktvermarktung betrifft die eingespeiste Seite; die Behind-the-Meter-Flexibilität betrifft die Seite hinter dem Zählpunkt. Beide hängen aber zusammen, weil ein Betrieb, der seine Batterie flexibel fährt, zugleich weniger einspeist und weniger bezieht, wenn die Preise dafür sprechen.

Der wirtschaftliche Unterschied zur klassischen Direktvermarktung liegt darin, wo der Wert entsteht. Bei der Direktvermarktung wird eingespeister Strom über das Marktprämienmodell zum Börsenpreis vergütet 5. Bei der Behind-the-Meter-Flexibilität entsteht der Wert dagegen, ohne dass Strom den Zählpunkt verlässt: Wenn ein Betrieb seine Batterie genau dann entlädt, wenn der Netzbezug sonst am teuersten wäre, spart er Netzentgelte und Arbeitspreis, ohne eine einzige Kilowattstunde zu vermarkten. Genau diese Ersparnis ist der wirtschaftliche Kern, und sie setzt voraus, dass das Energiemanagementsystem Preise und Lastprognose kennt, statt nur den Eigenverbrauch zu maximieren 1.

Für die Auswahl heißt das konkret: Ein EMS, das nur den Eigenverbrauch optimiert, lässt den Wert der Flexibilität liegen. Ein System, das Marktpreise und Prognosen einbezieht, erschließt ihn. pv magazine betont, dass bereits etliche der vorgestellten Systeme die zeitliche Verschiebung abbilden 1. Ob ein konkretes System das kann, ist eine Frage an den Hersteller, keine, die sich aus der Kurzbeschreibung ableiten lässt.

Wo die Quellenlage dünn ist

Zwei Grenzen sollten Sie kennen, bevor Sie auf Basis dieser Übersicht entscheiden. Die erste ist praktischer Natur: Die vollständige Tabelle der 31 Systeme ist nicht frei zugänglich, sondern Teil des kostenpflichtigen pv+-Angebots 1. Die Zahl 31 ist eine Zählung der Redaktion, keine unabhängig erhobene Marktgröße. Wer wissen will, welche Systeme konkret gelistet sind und mit welchen Eigenschaften, kommt um die Quelle selbst nicht herum.

Die zweite Grenze ist inhaltlicher Natur. Für Heimspeicher gibt es mit der jährlichen Stromspeicher-Inspektion der HTW Berlin eine unabhängige Messreihe, die Systeme unter Laborbedingungen vergleicht. Für Energiemanagementsysteme im Gewerbe existiert in dieser Übersicht kein vergleichbares neutrales Benchmark. Die Angaben zu Offenheit, Skalierbarkeit oder Vermarktungsfähigkeit stammen in weiten Teilen von den Herstellern selbst 4. Sie sind Ausgangspunkt für Rückfragen, kein Beleg.

Das ist kein Grund, das Thema zu verwerfen. Es ist ein Grund, die Reihenfolge umzudrehen: erst das eigene Anforderungsprofil festlegen, dann gezielt bei den in Frage kommenden Systemen die technischen Nachweise anfordern. Messkonzept, Schnittstellenliste und Referenzanlagen in vergleichbarer Größe sind belastbarere Entscheidungsgrundlagen als eine Kurzbeschreibung in einer Marktübersicht.

Fazit

Die neue Übersicht von pv magazine bestätigt, was sich im Segment abzeichnet: Energiemanagementsysteme für Gewerbe und Industrie sind keine Nische mehr, und ihr Zweck verschiebt sich von der reinen Eigenverbrauchsmaximierung hin zur Vermarktung von Flexibilität 1. Für Ihre Entscheidung ergibt sich daraus eine klare Reihenfolge.

Klären Sie zuerst, ob Sie ein technisches Steuerungssystem, ein institutionelles EnMS nach ISO 50001 oder beides brauchen, und prüfen Sie Ihre EDL-G-Pflicht 2, 3. Legen Sie dann Verbrauch, Lastspitzen und Batteriegröße fest, um die Leistungsklasse einzugrenzen 1. Bewerten Sie die verbleibenden Systeme nach Schnittstellen und Offenheit statt nach Werbeaussagen 4, nach der Integrierbarkeit in Ihr Geschäftsmodell 1 und nach der Fähigkeit, Flexibilität zu vermarkten 1, 5. Die vollständige Tabelle der 31 Systeme holen Sie sich bei pv magazine selbst, wenn Sie die Einzelvergleiche brauchen 1.

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Quellen

[1] https://www.pv-magazine.de/2026/08/18/marktuebersicht-31-energiemanagement-systeme-fuer-gewerbe-und-industrie/ — Marktübersicht: 31 Energiemanagement-Systeme für Gewerbe und Industrie (pv magazine Deutschland, 18.08.2026)

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Energiemanagementsystem — Energiemanagementsystem (Wikipedia, abgerufen 19.08.2026)

[3] https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/wirtschaft-umwelt/umwelt-energiemanagement/energiemanagementsysteme — Energiemanagementsysteme: ISO 50001 und ISO 50005 (Umweltbundesamt, abgerufen 19.08.2026)

[4] https://fenecon.de/ — FENECON Stromspeicherlösungen: Commercial- und Industrial-Serie (Fenecon GmbH, abgerufen 19.08.2026)

[5] https://www.next-kraftwerke.de/wissen/direktvermarktung — Direktvermarktung von Strom aus Erneuerbaren Energien (Next Kraftwerke, abgerufen 19.08.2026)

[6] https://www.gesetze-im-internet.de/edl-g/__1.html — Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) §1 Nr.4: Verpflichtete Unternehmen (Nicht-KMU) (Gesetze im Internet, abgerufen 19.08.2026); KMU-Definition der EU-Kommission (Empfehlung 2003/361/EG)

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