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Wie effizient Infrarotheizungen strahlen: Strahlungswirkungsgrad, Montage und Photovoltaik-Praxis

Infrarotheizungen heizen direkt und schnell. Was der Strahlungswirkungsgrad misst, wann die Direktheizung lohnt und was Studien der TU Dresden zeigen.

Wer heute über elektrische Direktheizung liest, bekommt zwei gegensätzliche Versprechen. Das eine: Infrarotheizungen sind effizient, weil sie die Wärme genau dorthin bringen, wo sie gebraucht wird. Das andere: Jede Elektroheizung außer der Wärmepumpe gibt schlicht so viel Wärme ab, wie sie an Strom verbraucht, und ist deshalb im Betrieb teuer. Beide Aussagen sind korrekt und reden trotzdem aneinander vorbei, weil sie zwei verschiedene Dinge meinen 1, 2.

Auf Geräteebene wandelt eine Infrarotheizung den elektrischen Strom zu praktisch 100 Prozent in Wärme um, genau wie ein Heizlüfter oder ein Heizstab 2. Der Wirkungsgrad ist hier also kein Unterscheidungsmerkmal. Was Produkte unterscheidet, ist die Art, wie diese Wärme im Raum ankommt: als Infrarotstrahlung, als Konvektion oder als Wärmeleitung. Den Anteil, der tatsächlich über Strahlung übertragen wird, nennt man Strahlungswirkungsgrad, und genau hier unterscheiden sich die Geräte 1, 2.

Dieser Artikel beantwortet eine konkrete Leseraufgabe: Wie erkennst du, ob eine Infrarotheizung wirklich gut strahlt, und wann ist sie als Direktheizung sinnvoll, etwa wenn kein Heizwasserkreislauf vorhanden ist, eine Zusatzheizung fehlt oder überschüssiger Photovoltaikstrom genutzt werden soll? Die Antwort liegt in drei überprüfbaren Schritten: den Strahlungswirkungsgrad aus dem Datenblatt lesen, die Montagesituation ernst nehmen und den Einsatzzweck gegenüber einer Wärmepumpe abwägen. Grundlage sind ein Beitrag in pv magazine vom 29. September 2026, ein Flyer des Bundesverbands Infrarot-Heizung sowie mehrere Studien der TU Dresden 1, 2, 3, 4, 5.

Kurzantwort

Eine Infrarotheizung ist dann sinnvoll, wenn es um schnelle, gezielte Wärme geht und kein wassergeführtes System zur Verfügung steht: als alleinige Heizung im Neubau oder sanierten Altbau, als Zusatzheizung für einzelne Räume oder als Spitzenlastheizung neben einer Wärmepumpe 1, 3. Entscheidend ist nicht der Stromverbrauch des Geräts an sich, sondern zwei Dinge: der Strahlungswirkungsgrad, der laut Norm mindestens 40 Prozent betragen muss, damit ein Gerät überhaupt Infrarotheizung heißen darf, und die Montage, die den praktischen Strahlungsanteil stark verändert 2, 4, 5.

Für die photovoltaik praxis heißt das konkret: Eine Infrarotheizung lohnt sich dort am ehesten, wo sie direkten Wärmebedarf in einem begrenzten Bereich abdeckt und möglichst mit eigenem Solarstrom betrieben wird. Wer eine ganze Bestandswohnung dauerhaft beheizen will, sollte zuerst die Wärmepumpe prüfen, nicht die Infrarotheizung 3, 4. Die Details, Quellen und Grenzen dieser Einordnung stehen in den folgenden Abschnitten.

Was „Effizienz“ bei einer Infrarotheizung misst

Der erste Irrtum ist der Wirkungsgrad. Bei allen elektrischen Heizungen außer der Wärmepumpe wird der Strom zu praktisch 100 Prozent in Wärme umgewandelt, darin sind sich die Quellen einig 2. Wer mit „98 Prozent Wirkungsgrad“ wirbt, beschreibt also keine Besonderheit des Produkts, sondern eine Eigenschaft, die jeder Heizlüfter hat.

Die Wärme verlässt das Gerät auf drei Wegen: als Infrarotstrahlung, als Konvektion und als Wärmeleitung 2. Die Infrarotstrahlung ist ein Teil der Wärmestrahlung, die man von der Sonne kennt. Sie erwärmt nicht zuerst die Luft, sondern Oberflächen und Körper im Raum, von denen aus die Wärme weitergelangt. Konvektion erwärmt dagegen die vorbeiströmende Luft, Wärmeleitung die unmittelbar berührende Fläche.

Der Strahlungswirkungsgrad gibt an, welcher Anteil der abgegebenen Wärme über Infrarotstrahlung in den Raum geht 2. Gemessen wird er bei Niedertemperatur-Infrarotheizgeräten mit einer Oberflächentemperatur von 40 bis 200 Grad Celsius 2. Je höher dieser Anteil, desto stärker wirkt das Gerät direkt auf Personen und Flächen und desto weniger Wärme geht als aufsteigende Warmluft unter die Decke. Genau das ist der Unterschied, den die pv-magazine-Meldung meint, wenn sie schreibt, die Produkte unterschieden sich beim Strahlungswirkungsgrad 1.

photovoltaik praxis – Illustration 2

Die 40-Prozent-Schwelle: So erkennst du eine echte Infrarotheizung

„Infrarotheizung“ ist kein geschützter Begriff, aber es gibt eine Norm, die ihn technisch abgrenzt. Nach der weltweit gültigen Norm IEC DIN EN 60675-3 muss ein Heizgerät mindestens 40 Prozent seiner Wärme über Infrarotstrahlung abgeben, damit es als Infrarotheizung bezeichnet werden darf 2. In der Praxis sind laut Bundesverband Infrarot-Heizung Werte um 45 Prozent typisch; der Rest geht als Konvektion und Wärmeleitung ab, wobei jeder dieser Anteile kleiner bleibt als der Strahlungsanteil 2.

Hier liegt die häufigste Falle beim Kauf. Hersteller geben oft andere Messwerte an, etwa einen „Strahlungsfaktor“ oder „Strahlungsanteil“, die ebenfalls in Prozent ausgedrückt werden und häufig über 60 Prozent liegen 2. Diese Werte dürfen nicht mit dem Strahlungswirkungsgrad nach IEC DIN EN 60675-3 verwechselt werden. Der Verband weist ausdrücklich darauf hin, dass Geräte mit hohem Strahlungsfaktor häufig einen Strahlungswirkungsgrad deutlich unter 40 Prozent haben 2. Wer nicht nach der Norm messen lässt, kann den Begriff Infrarotheizung für ein Produkt verwenden, das überwiegend konvektiv heizt.

Für den Einkauf heißt das: Verlange den Strahlungswirkungsgrad nach IEC DIN EN 60675-3 als konkrete Zahl, nicht eine allgemeine Prozentangabe zur Wärmeabgabe. Fehlt die Normangabe, ist das Gerät nach dieser Definition keine geprüfte Infrarotheizung, egal wie das Marketing es nennt 2.

Die Norm misst neben dem Strahlungswirkungsgrad weitere Kennwerte, etwa die Aufheizzeit nach dem Einschalten. Sie sind für Betrieb und Regelung wichtig, entscheiden aber nicht darüber, ob ein Gerät Infrarotheizung heißen darf; sie beschreiben ein qualitativ gutes elektrisches Heizgerät 2. Davon getrennt sind weitere Qualitätskriterien wie die Einhaltung der Ökodesign-Verordnung, die Langlebigkeit und das Design 2. Ein hoher Strahlungswirkungsgrad ist also notwendig, aber nicht hinreichend für ein gutes Gerät.

Montageort und Ausrichtung: Der unterschätzte Faktor

Der Strahlungswirkungsgrad aus dem Datenblatt ist ein Messwert unter Normbedingungen. Wie viel davon in der Praxis ankommt, hängt stark davon ab, wo das Gerät hängt. Eine messtechnische Untersuchung der TU Dresden im Combined Energy Lab hat das für einen Vergleich zwischen einer elektrischen Infrarotheizung und einer Flächenspeicherheizung dokumentiert, jeweils mit 1500 Watt Leistung in einem Raum von 4 mal 5 mal 2,5 Metern 5.

Das Ergebnis trennt den Raum in Zonen. Im mittleren Aufenthaltsbereich waren beide Systeme annähernd gleichwertig. Die Infrarotheizung beheizte den Nahbereich vor dem Gerät effizienter, die Flächenspeicherheizung brauchte dagegen deutlich weniger Leistung, um die Temperatur im Fernbereich zu erhöhen 5. Eine schlecht positionierte Infrarotheizung, an einer Innenwand quer zur Außenwand montiert, schnitt in allen drei Zonen am schlechtesten ab, weil der Abstand zu den Messpunkten größer und die Sichtfläche kleiner war 5. Die Autoren halten die Tendenzen wegen der realitätsnahen Raumkonstellation für auf die Praxis übertragbar.

Zwei Schlüsse folgen daraus. Erstens: Eine Infrarotheizung ist ein Nahfeldgerät. Sie taugt für den Bereich, den sie direkt anstrahlt, und verliert an Wirkung, sobald sie eine große Fläche gleichmäßig erwärmen soll 5. Zweitens: Die Montagehöhe und Ausrichtung bestimmen mit, ob der hohe Strahlungswirkungsgrad überhaupt zum Tragen kommt. Eine Deckenmontage begünstigt den Strahlungsanteil, weil der konvektive Wärmeübergang gering ist; eine Wandmontage begünstigt aufsteigende Auftriebsströmungen und führt zu tendenziell niedrigeren Strahlungswirkungsgraden 4. Das Datenblatt misst das eine, die Einbausituation das andere.

Infrarot plus Wärmepumpe: Was die TU-Dresden-Simulation ergibt

Die zweite Frage lautet, ob eine Infrarotheizung als alleiniges Heizsystem trägt oder besser als Ergänzung funktioniert. Die TU Dresden hat das für ein typisches Einfamilienhaus mit 160 Quadratmetern Nutzfläche und vier Personen untersucht, in fünf Wärmeschutzniveaus vom Gebäude der 1950er Jahre bis zum Neubau in Anlehnung an den KfW-40-Standard 3, 4. Das Referenzhaus entspricht der Wärmeschutzverordnung 1995, mit einer Heizlast von 9,2 Kilowatt und 57,2 Watt je Quadratmeter 3.

Das zentrale Ergebnis betrifft die Kombination. Infrarotheizungen zur Spitzenlastabdeckung erlauben es, das vorhandene wassergeführte Heizsystem mit einer Wärmepumpe zu betreiben, die nur auf 30 Prozent der Heizlast des Gebäudes dimensioniert ist, und zwar bei abgesenktem Systemtemperaturniveau, ohne das Wärmeabgabesystem oder die Dämmung zu verändern 3, 4. In allen untersuchten Wärmeschutzniveaus konnte die thermische Behaglichkeit eingehalten werden 3. Für die Sanierung ist das der relevante Befund: eine kleine Wärmepumpe für die Grundlast plus Infrarot für die Spitzen, statt einer großen, teuren Wärmepumpe allein.

Die Grenzen stehen in derselben Studie. Als alleiniges Heizsystem liegt der energetische Verbrauch einer Infrarotheizung in der Simulation höher als bei einer großen Wärmepumpe, auch wenn Anschaffung und Unterhalt über die Lebensdauer niedriger ausfallen 3. Und im sanierten Altbau erzielte das reine Wärmepumpensystem teils niedrigere spezifische Energiekennwerte als die Hybridlösung, weil der intermittierende Betrieb dort stärkere Temperaturabsenkungen außerhalb der Nutzungszeit erlaubt 4. Die Studie enthält zudem ausdrücklich keine Wirtschaftlichkeitsrechnung 4. Wer mit niedrigen Stromkosten rechnet, sollte die Verbrauchsdifferenz deshalb selbst nachrechnen statt sie aus der Simulation zu übernehmen. Zur Einordnung gehört außerdem: Beide TU-Dresden-Untersuchungen zur Wärmepumpen-Kombination wurden vom Branchenverband IG Infrarot Deutschland in Auftrag gegeben, der messtechnische Vergleich von einem Hersteller von Flächenspeicherheizungen 3, 5. Die Ergebnisse sind belastbar, aber nicht interessenfrei, und die günstigste Lesart stammt jeweils aus der Branche. Die fehlende Wirtschaftlichkeitsrechnung passt in dieselbe Einordnung 4.

Die Dynamik spricht für die Infrarotheizung: Sie wirkt nahezu trägheitslos und verkürzt die Aufheizzeiten gegenüber einem wasserbasierten System, was längere Absenkphasen mit niedrigeren Raumtemperaturen erlaubt 3, 4. Im Neubau lag die energetische Einsparung durch intermittierenden gegenüber durchgehendem Betrieb bei 16 bis 26 Prozent 4.

Infrarotheizung und Photovoltaik: Der Eigenverbrauchsfall

Der Anschluss an die eigene Solaranlage ist der Fall, in dem die Infrarotheizung für die photovoltaik praxis konkret interessant wird. Eine Direktheizung verbraucht genau dann Strom, wenn sie heizt, und lässt sich zeitlich exakt steuern. Überschüssiger Solarstrom, der sonst zu niedriger Vergütung eingespeist würde, kann so in Wärme fließen 1.

Dieser photovoltaik praxis Gedanke hat aber eine harte Randbedingung: Die Sonnenstunden und die Heizstunden fallen zeitlich auseinander. Ein Balkonkraftwerk oder eine kleine Dachanlage liefert mittags am meisten, während der Heizbedarf morgens, abends und im Winterhalbjahr liegt. Ohne Speicher deckt der Solarstrom deshalb nur einen Teil des Heizbedarfs, und genau diese Rechnung sollte jeder vor dem Kauf selbst aufstellen: Wie viel des eigenen Verbrauchs stammt tatsächlich aus der Anlage, und wie viel wird weiterhin aus dem Netz bezogen? Für die photovoltaik praxis vergleich ist das die entscheidende Zahl, nicht die Nennleistung des Heizpanels.

Technisch sauber ist die Kopplung dann, wenn ein Energiemanagement die Heizung nur bei echtem Überschuss zuschaltet, statt sie pauschal am Netz laufen zu lassen. Die pv-magazine-Meldung nennt das Zusammenspiel mit Photovoltaik ausdrücklich als einen Anwendungsfall der Direktheizung 1. Eine belastbare Wirtschaftlichkeitsaussage ergibt sich daraus aber erst mit den eigenen Daten zu Erzeugung, Verbrauch und Strompreis. Der Verband IG Infrarot führt als offene Punkte künftiger Untersuchungen selbst die Einbindung von Photovoltaik, die Netzdienlichkeit über dynamische Stromtarife und eine effiziente Trinkwassererwärmung an 3. Das heißt: Der Solarfall ist in der Praxis noch dünner durch Messdaten abgesichert als die reine Heizfall-Simulation.

Prüfliste: Auswahl, Leistung und Installation

Fünf überprüfbare Schritte reichen, um aus den Befunden eine Kauf- oder Planungsentscheidung zu machen.

Schritt 1: Strahlungswirkungsgrad prüfen. Verlange den Wert nach IEC DIN EN 60675-3 und akzeptiere nur Geräte mit mindestens 40 Prozent, typischerweise um 45 Prozent 2. Frage ausdrücklich nach der Norm, nicht nach „Strahlungsfaktor“ oder ähnlichen Werten, die höher ausfallen und etwas anderes messen 2.

Schritt 2: Einsatzzweck festlegen. Soll das Gerät einen einzelnen Arbeitsplatz, ein Badezimmer oder eine Werkstatt beheizen, also einen begrenzten Bereich, dann passt die Strahlungswärme. Soll es ein ganzes Bestandsgebäude dauerhaft beheizen, ist die Wärmepumpe als Grundlast und die Infrarotheizung nur als Ergänzung zu prüfen 3, 4.

Schritt 3: Montageort planen. Bevorzugt Decke oder eine Position, von der das Gerät die genutzte Fläche direkt anstrahlt. Eine ungünstige Wandposition kostet messbar Wirkung 4, 5. Prüfe, welche Zonen das Gerät erreicht, nicht nur seine Nennleistung.

Schritt 4: Leistung an der Heizlast auslegen, nicht an der Fläche allein. Für die Sanierung ist die Kombination aus einer auf rund 30 Prozent der Heizlast dimensionierten Wärmepumpe und Infrarotheizungen zur Spitzenlast ein dokumentierter Weg, der ohne Umbau des Wärmeabgabesystems auskommt 3.

Schritt 5: Den Solaranteil rechnen. Ermittle, wie viel des Heizstroms tatsächlich aus der eigenen Anlage kommt, und rechne den Netzbezug mit dem gültigen Strompreis gegen. Nur so wird aus dem photovoltaik praxis Versprechen eine Zahl.

Häufige Fragen

Sind Infrarotheizungen wirklich effizienter als andere Elektroheizungen?

Auf Geräteebene nicht. Alle elektrischen Heizungen außer der Wärmepumpe wandeln Strom zu praktisch 100 Prozent in Wärme um 2. Der Unterschied liegt im Strahlungswirkungsgrad und darin, ob die Wärme als Strahlung gezielt beim Menschen ankommt oder als Warmluft unter die Decke steigt.

Was bedeutet der Strahlungswirkungsgrad?

Er gibt an, welcher Anteil der abgegebenen Wärme über Infrarotstrahlung in den Raum geht; der Rest entfällt auf Konvektion und Wärmeleitung 2. Ab 40 Prozent darf ein Gerät nach Norm IEC DIN EN 60675-3 als Infrarotheizung bezeichnet werden 2.

Warum nennen manche Hersteller Werte über 60 Prozent?

Weil sie andere Kennwerte wie den Strahlungsfaktor angeben, nicht den Strahlungswirkungsgrad nach der Norm. Diese Werte sind nicht vergleichbar und liegen oft bei Geräten, deren normgerechter Strahlungswirkungsgrad deutlich unter 40 Prozent liegt 2.

Kann eine Infrarotheizung eine Wärmepumpe ersetzen?

Als alleiniges Heizsystem hat sie in der TU-Dresden-Simulation einen höheren Energieverbrauch als eine große Wärmepumpe, bei niedrigeren Anschaffungs- und Unterhaltskosten 3. Als Spitzenlastheizung neben einer klein dimensionierten Wärmepumpe ist sie dagegen ein dokumentierter Sanierungsweg 3, 4.

Wie stark hängt die Wirkung von der Montage ab?

Deutlich. Eine Infrarotheizung beheizt den Nahbereich effizienter als den Fernbereich, und eine ungünstig positionierte Heizung schnitt in Messungen in allen Zonen am schlechtesten ab 5. Deckenmontage begünstigt den Strahlungsanteil, Wandmontage tendenziell nicht 4.

Lohnt sich eine Infrarotheizung mit Photovoltaik?

Nur wenn ein relevanter Teil des Heizstroms tatsächlich aus der eigenen Anlage kommt. Sonnen- und Heizstunden fallen auseinander, daher sollte der Eigenverbrauchsanteil vorab berechnet und die Heizung nur bei echtem Überschuss zugeschaltet werden 1.

Entscheidungshilfe: Wann ist das sinnvoll?

Eher sinnvoll, wenn du photovoltaik praxis nicht nur als Nachricht lesen willst, sondern eine praktische Einordnung brauchst: Was ändert sich, wen betrifft es und welche nächsten Schritte sind realistisch?

Eher abwarten, wenn die Quellenlage noch dünn ist, wichtige technische Details fehlen oder der Nutzen nur aus Hersteller- oder Projektversprechen besteht. Dann ist Beobachten besser als vorschnelles Umstellen.

Worauf du achten solltest: konkrete Verfügbarkeit, nachvollziehbare Kosten, offene Einschränkungen, Sicherheits- oder Datenschutzfolgen und belastbare Quellen statt bloßer Ankündigungen.

Fazit

Eine Infrarotheizung ist kein Ersatz für eine Wärmepumpe, aber ein präzises Werkzeug für schnelle, gezielte Wärme. Wer einen begrenzten Bereich direkt beheizen will, kein wassergeführtes System hat oder eine kleine Wärmepumpe um Spitzenlast ergänzen will, findet darin eine technisch belegte Lösung 1, 3, 4. Die Effizienz hängt dabei weniger am Gerät als an zwei Entscheidungen: am Strahlungswirkungsgrad nach Norm und an der Montageposition 2, 5.

Wer die Heizung mit Photovoltaik koppelt, sollte den Eigenverbrauchsanteil rechnen statt dem Versprechen zu folgen. Die Studienlage ist hier klarer als die Marketinglage: Der Wirkungsgrad von nahe 100 Prozent ist kein Kaufargument, der Strahlungswirkungsgrad von mindestens 40 Prozent schon.

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Quellen

[1] pv magazine Deutschland, „Wie effizient Infrarotheizungen strahlen“, 29. September 2026

[2] BVIR Bundesverband Infrarot-Heizung e.V., „Infrarotheizung und Strahlungswirkungsgrad“, Flyer, Stand Januar 2023

[3] IG Infrarot Deutschland e.V., „Studie TU Dresden 2024: Energetische Bewertung des Einsatzes von Infrarotheizungen als Spitzenlastabdeckung“, Abschlussbericht 27. Mai 2024

[4] TGA Fachplaner (tga-praxis.de), „Sind Infrarotheizungen ein Heizsystem für die Zukunft?“, 18. November 2024

[5] Baulinks.de, „TU Dresden vergleicht Flächenspeicherheizung und Infrarotheizung“, 28. Oktober 2024

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